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Kann man einen Mops erziehen ?

Diese Frage habe ich schon oft gestellt bekommen.Molly_und_Else43

Viele Mopsbesitzer sind der Meinung, dass der Mops aufgrund seiner Eigenschaften nicht zu erziehen ist. Diese Meinung teile ich nicht.

Erst einmal möchte ich sagen, dass der Mops bei aller Clownerie eben doch nur ein Hund ist. Ein Hund der genau wie alle Anderen geführt und geleitet werden möchte. Meine Hunde leben im Rudel und es gibt klare Hirarchien untereinander. Meine große Kangal-Mix Hündin ist die Chefin des Ganzen. Sie passt auf, klärt kleine Kämpfchen mit Ihrer klaren und sicheren Art in wenigen Sekunden. Es reicht ein Blick und der Rest der Meute fügt sich.

Es ist wohl richtig, dass der Mops die Signale von anderen Hunden schwerer versteht und auch er selbst schwerer verstanden wird, jedoch lernt ein Mops auch schnell, dass es manche Dinge nicht gibt und auch nie geben wird.

Die Erziehung eines Mopses durch den Mensch basiert bei mir und meinen Hunden seit Jahren auf positiver Verstärkung. Ganz simpel: Macht der Hund etwas richtig, wird er belohnt. Macht er etwas falsch, wird er ignoriert. Erziehung setzt immer konsequente Regeln voraus. Was heute erlaubt ist, muss morgen auch noch erlaubt sein und umgekehrt. Ich habe meine Möpse von Anfang nie auf die Couch gelassen, weil ich vier Hunde habe und mein homogenes Rudel nicht damit durcheinander bringen möchte, dass der eine Hund etwas darf, was ich dem großen Kangal-Mix nicht erlaube. Meine Möpse haben noch nie die Anstalten gemacht, auf mein Sofa zu wollen, da Sie mit meiner Sitzgelegenheit keinerlei positive Verknüpfungen haben. Jeder Hund hat seinen Platz und kennt diesen Rückzugsort auch genau. Das Gleich gilt für Schmuseeinheiten im Bett, die es bei mir auch noch nie gegeben hat.

Meine beiden Hündinnen, werden derzeit intensiv ausgebildet, denn ein Grundgehorsam und eine artgerechte und sportliche Betätigung, ist für eine angehende Zuchthündin extrem wichtig.

Meine beiden Damen können diverse Kommandos: "Sitz", "Bleib", "Stop", und "Platz" sollte selbstverständlich sein. Hier machen die beiden Mädels erhebliche Fortschritte und freuen sich immer sehr, wenn die Leckerchen für die Übungszeit hervorgeholt werden. Auch das Apportieren gehört zu den Lieblingsspielen meiner Mopsdamen. Ein ausgedienter Golfball wird von den Beiden hier favourisiert und wird in der letzten Zeit von mir gerne als Belohnung anstatt des geliebten Leckerlis eingesetzt. 

Wir haben feste Zeiten, wann wir trainieren und beide sind ganz verrückt darauf etwas Neues zu erlernen. Bei "Fuß gehen" klappt auch und mit vier Hunden gleichzeitig Spazierengehen, ist oftmals schon eine Herausforderung, funktioniert jedoch immer besser, da alle Hunde ihre feste Position haben. Beim Freilauf auf den Feldwegen hinterm Haus, läuft alles durcheinander, jedoch an der Leine muss Ordnung herrschen. Das Abrufen der Möpse funktioniert hervorragend, da ich meine Möppels immer bis zum Umfallen lobe, wenn Sie angeflitzt kommen. Ein Leckerchen muss nicht immer sein.

Meine Erfahrung zeigt, dass es egal ist, welchen Hund man hat. Das Wichtigste in der Erziehung eines Hundes ist, die Zeit die man investieren möchte, die Konsequenz und die Belohnung. Dies kann ein freundliches Wort, ein Leckerchen oder eine streichelnde Hand sein. Auch die Spielphase während der Übungzeit ist sehr wichtig. Mit einem jungen Hund reicht es übrigens 15 Minuten konzentriert zu arbeiten.

Ruhe bewahren, wenn etwas nicht klappt.

Nicht viel sprechen, da der Hund unsere Sprache eh nicht versteht, sondern viel mehr durch Handzeichen den Hund führen und bestärken.

Das allerwichtigste für Mensch und Hund, dass es mit der Erziehung auch klappt, ist die Freude an der Beschäftigung und die tägliche Wiederholung.

 

In diesem Sinne beantworte ich die Frage, ob man einen Mops erziehen kann, mit einem klaren

"JA, MAN KANN !"

 


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